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Mädchen eher in Pubertät, Pubertät viel nachhaltiger. Unterschiede zu beachten
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Es ist bekannt, daß Mädchen eher in die Pubertät kommen und auch die Pubertät viel nachhaltiger wirkt als bei Burschen. Hier gibt es Unterschiede, auf die die Schule Rücksicht zu nehmen hat. Dieses Erkennen zwingender biologischer und damit auch psychischer Gegebenheiten schützt nicht vor dummen Sprüchen, wie Burschen sind "vorlauter".Genau diese stereotypen Unsinnigkeiten führten zu den Versuchen die biologischen und psychischen unterschiedlichen, sich ergänzenden Voraussetzungen zu ignorieren und bekämpfen, was nur zu einem Scheitern führen konnte. Mit diesem dummen Sprüchen beginnt alles von vorne in einer konstanten Spirale nach unten.


"Den Schülern fehlt selbständiges Denken"

"Presse"-Gespräch mit dem emeritierten Professor der Uni Wien Marian Heitger, Erziehungswissenschaftler, hat in den vergangenen Jahrzehnten
die Diskussion um Österreichs Schule mitgeprägt.

VON ERICH WITZMANN

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© apa (Jäger)


"DIE PRESSE": Mitten im Sommer 2002 ist eine Bildungsdiskussion ausgebrochen. Der aktuelle Anlaß war die Forderung der SP-Frauen nach einer teilweisen Aufgabe der Koedukation. Ist das heute noch sinnvoll?


Marian Heitger: Es ist sicher sinnvoll, die Koedukation nicht zu einem starren Prinzip zu machen, sondern von Fall zu Fall zu überlegen, wo sie sinnvoll ist, in welchen Fächern, auch zu welchen Zeiten. Es ist bekannt, daß Mädchen eher in die Pubertät kommen und auch die Pubertät viel nachhaltiger wirkt als bei Burschen. Hier gibt es Unterschiede, auf die die Schule Rücksicht zu nehmen hat.

Sie meinen also mit zwölf, 13 Jahren sollte getrennt werden?

Heitger: Sollte man die Geschlechter trennen. Da, wo es möglich ist.

Der Anlaßfall war, daß Mädchen in technischen Fächern und Burschen in geisteswissenschaftlichen schlechter abschneiden.

Heitger: Das kann seine Berechtigung haben - das will ich nicht bestreiten. Ich glaube allerdings auch, daß Mädchen in naturwissenschaftlichen Fächern eher benachteiligt werden im Unterricht, weil die Burschen vorlauter und unmittelbarer und direkter sind. Während in den geisteswissenschaftlichen Fächern das nicht Sachbezogene von den Burschen eher vernachlässigt wird.


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