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Pheromonrezeptoren bei Säugetieren entdeckt
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Seit den 50er Jahren werden Pheromone - chemische Botenstoffe, die unter anderem das Fortpflanzungs- und Sozialverhalten steuern - und ihre Wirkungsweisen untersucht. Verschiedenste Versuche haben den "betörenden" Einfluss der Duftstoffe auch beim Menschen nachgewiesen- allerdings streitet die Wissenschaft nach wie vor darüber, was Pheromone genau sind. Neuen Aufschluss könnte nun eine Studie
amerikanischer Wissenschaftler bringen. Sie haben erstmals Pheromonrezeptoren bei Säugetieren funktionell nachgewiesen.

Die Wissenschaftler um Karina De Punta von der Rockefeller University in New York haben bei früheren Studien bereits einen Genabschnitt gefunden, den sie mit der Bildung von Pheromonrezeptoren bei Säugetieren in Zusammenhang brachten.

Anderes Sexualverhalten - gestörte Pheromonaufnahme

Nun konnte das Forscherteam nachweisen, dass manipulierte Mäuse, denen diese speziellen Gene fehlen, tatsächlich ein signifikant geringeres Aggressivitäts- und Sexualverhalten aufweisen - dass also in diesem Fall die Pheromonaufnahme gestört ist. Die Ergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature" präsentiert.

Pheromone zur Kommunikation

Was genau Pheromone sind, ist unter Biologen nach wie vor umstritten. Es sind chemische Substanzen, die der Kommunikation zwischen Organismen einer Art dienen und als Vorläufer der Hormone angesehen werden - soweit die bislang gültige Definition.

Diese Stoffe beeinflussen beispielsweise das Sexual- und Aggressionsverhalten - Versuche konnten zeigen, dass Männer unter dem Eindruck weiblicher Pheromone auf Bildern dargestellte Frauen deutlich attraktiver beurteilten, als Probanden, die ohne die Duftstoffe die gleichen Abbildungen sahen.

Wahrnehmung über die Nase?

Wie genau die Pheromone vom Menschen bzw. von Säugetieren wahrgenommen werden, zählt zu den bislang nicht geklärten Fragen. Die Nase als Geruchsorgan steht dabei ebenso zur Debatte wie das so genannte Vomeronasal-Organ.

Tatsächlich gilt letztgenanntes - ein spezialisierter Teilbereich der Nasenhöhle - als ein wahrscheinlicher Kandidat. So haben sich auch die Wissenschaftler der Rockefeller University auf das Vomeronasal-Organ der Mäuse konzentriert.

Pheromone - unterteilt nach ihrer Wirkung

Eine Möglichkeit, Pheromone zu kategorisieren, ist die Unterscheidung nach ihrer Wirkung - je nachdem unterscheidet man verschiedene Arten - Sexualpheromone etwa beeinflussen das Sexualverhalten von Tieren bzw. locken den Partner an. Am besten untersucht sind die Insektenpheromone. Es wird vermutet, dass Pheromone als "sehr alte Substanzen" funktionelle Vorläufer von Hormonen sind. Chemisch handelt es sich meist um Alkohole, Säuren oder Kohlenwasserstoffe.
Mehr Informationen zu Pheromonen

Rezeptoren im Vomeronasal-Organ

Bestimmte Pheromonrezeptoren befinden sich demnach im Vomeronasal-Organ der Mäuse. Wurde den Tieren dieser Teilbereich des Geruchssystems entfernt, so traten Abnormalitäten im Geschlechtsverhalten und im Aggressionsmuster auf.

Ein Zeichen, dass dieses spezielle Organ an der Pheromonaufnahme maßgeblich beteiligt ist. Die Forscher fanden nun heraus, dass die Manipulation der Gene, die für die Bildung der Pheromonrezeptoren kodieren sollen, ähnliche Auswirkungen hat.
Informationen zum Vomeronasal-Organ

Genmanipulation: Aggressivität und Sexualität verändert

Für die Studie wurden jeweils 16 Gene aus dem Erbgut der Versuchsmäuse entfernt. Die mutierten Mäuse entwickelten sich normal, waren fruchtbar u

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