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Sexuelle Frust bedeutet Angst, und diese Panikattacken
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Panikattacken - das schrecklichste Gesicht der Angst

Irgendwann im Laufe des Lebens sind laut einer norddeutschen Studie 15 Prozent, nach einer amerikanischen Studie fast 25 Prozent der Bevölkerung von Angststörungen betroffen. Frauen weisen doppelt so häufig eine Angststörung auf wie Männer. Drei Prozent der Bevölkerung leiden an der wohl schlimmsten Form unter den Angsterkrankungen - der Panikattacke. Ein neu erschienenes Buch will Betroffenen Mut machen.

"Etwa jeder Zehnte hat bereits einmal mit einer einzelnen Panikattacke Bekanntschaft gemacht", so Peter Berger, Facharzt für Psychiatrie
und Leiter der Ambulanz für Panikstörungen an der Universitätsklinik für Psychiatrie, AKH Wien.

Panikattacken - nackte Todesangst

"Eine Panikattacke dauert meist zwischen fünf und 30 Minuten an. Betroffene beschreiben sie als Zustand intensiver Angst und extremen
Unbehagens; sie taucht meist völlig unerwartet, wie der viel zitierte Blitz aus heiterem Himmel, auf", so Hans Morschitzky, Psychotherapeut und Spezialist für Angsterkrankungen.

"Die Furcht vor einer weiteren, sehr bedrohlich und nicht kontrollierbar erscheinenden Panikattacke führt oft zu einer ausgeprägten
Erwartungsangst, die das ganze Leben negativ beeinflusst. Die Betroffenen konzentrieren sich ständig auf ihren Körper und deuten bereits die kleinsten Veränderungen wie Pulsanstieg, Hitzegefühle, Schwitzen oder Schwindel als Zeichen großer Gefahr."

Leben mit Panikattacken

Auch Sigrid Sator, ORF-Moderatorin des Landesstudios Oberösterreich, kennt dieses Gefühl. Sie litt 1999 an Panikattacken.

Auf Grund ihrer Erfahrungen hat sie ein Buch geschrieben, das Betroffenen Hoffnung machen soll. Ihre Botschaft lautet: "Angststörungen sind keine Sackgasse - es gibt einen Weg heraus. Angst kann man/frau auch wieder verlernen."


"Die 10 Gesichter der Angst"
Sigrid Sator erlitt 1999 während einer Live-Sendung einen Schwächeanfall und wurde vor laufender Kamera ohnmächtig. Etwa ein halbes Jahr später stellten sich wieder bei einer Live-Sendung erste Anzeichen von großer Angst ein, eine Panikattacke folgte. Zunächst sah die Moderatorin keinen Zusammenhang mit dem Ohnmachtsanfall und begab sich zuerst in ärztliche und danach in psychotherapeutische Obsorge. Nach wenigen Therapieeinheiten wurde klar, dass das einstige "Versagen" vor Hunderttausenden Menschen Grund für die Panikstörung war.

Auf Grund dieser Erfahrungen und ihres journalistischen Interesses für das Thema hat sie gemeinsam mit Hans Morschitzky, Psychologe,
Psychotherapeut und Spezialist für Angststörungen, das Buch "Die 10 Gesichter der Angst - Ein Selbsthilfe-Programm in 7 Schritten", erschienen im Walter-Verlag Düsseldorf, geschrieben. Seit 2000 arbeitet Sigrid Sator wieder als ORF-Moderatorin. Derzeit ist sie in Karenz und seit Februar 2002 Mutter eines Sohnes.

Ursachen und Auslöser

"Ursachen und Auslöser für Panikattacken können von Betroffenem zu Betroffenem völlig unterschiedlich sein. Bei allen Patienten zeigen sich jedenfalls massive körperliche Symptome, die von ihnen als gefährlich interpretiert werden, obwohl selbst nach ausführlichen medizinischen Untersuchungen keine Krankheit festgestellt werden kann", sagt Morschitzky.

"Die Betroffenen weisen also eine Fehlbewertung von an sich harmlosen Körpersignalen auf", erklärt der Experte.

Mehr über Ursachen und Auslöser der Panikattacken

Ein Erlebnisbericht
"Ich merke, wie die Angst wieder in mir hochsteigt, die Angst vorm allein sein, die Angst vor Krankheit und Tod. Sie breitet sich in mir aus, und langsam schnürt sie mir den Hals zu und nimmt mir die Luft zum Atmen. Ich will es nicht zulassen, dass ich wieder eine Panikattacke bekomme und wehre mich dagegen, aber dieses Wehren ist furchtbar anstrengend und kostet viel Kraft." - So beschreibt Sandra in einem Internet-Forum ihre Art der Panikattacke.

Was sind Angststörungen?

Unter dem Begriff Angststörungen werden die Erkrankungsbilder Panikstörung, generalisierte Angststörung, Agoraphobie (Platzangst), soziale Phobien und spezifische Phobien zusammengefasst.

Das amerikanische psychiatrische Diagnoseschema DSM-IV nennt noch weitere Angststörungen: akute sowie posttraumatische Belastungsstörung,
Zwangsstörung, substanzinduzierte Angststörung (ausgelöst durch Alkohol, Drogen, aber auch Koffein etc.), Angststörung mit einem
medizinischen Krankheitsfaktor.


Wie sind Panikattacken definiert?

Bei einer Panikattacke treten mindestens vier der folgenden körperlichen und psychischen Symptome auf (davon muss eines aus den ersten vier Symptomen der folgenden Liste stammen):

Vegetative Symptome:
Herzrasen, Herzklopfen oder erhöhte Herzfrequenz, Schweißausbrüche, fein- oder grobschlägiges Zittern (Tremor), Mundtrockenheit (nicht als
Folge von Medikamenten oder Austrocknung).

Symptome, die den Brustkorb oder den Bauch betreffen:
Atembeschwerden, Beklemmungsgefühl, Schmerzen und Missempfindungen in der Brust, Übelkeit oder Missempfindungen im Magen.

Psychische Symptome:
Schwindel, Unsicherheit, Schwäche oder Benommenheit, Entfremdungsgefühl gegenüber der eigenen Person (Depersonalisation) oder Gefühl der Unwirklichkeit der Umwelt (Derealisation), Angst, die Kontrolle zu verlieren, verrückt zu werden oder "auszuflippen", Angst zu sterben (die auftretenden Symptome lösen Todesangst aus).

Allgemeine Symptome:
Hitzegefühle oder Kälteschauer, Gefühllosigkeit oder Kribbelgefühle.

Phänomen Panikattacken und Folgeerkrankungen

"Bei einer Panikstörung stehen die körperlichen Symptome - zumindest anfangs - derart im Vordergrund, dass viele Betroffene nicht den Eindruck haben, unter einer Angststörung, sondern unter einer unbekannten körperlichen Krankheit zu leiden", so der Psychologe Hans Morschitzky.

"Menschen mit unbehandelten Panikattacken weisen häufig auch eine Agoraphobie auf", meint Peter Berger, Leiter der Ambulanz für Panikstörungen an der Universitätsklinik für Psychiatrie, AKH Wien.

Agoraphobie
Das Hauptmerkmal der Agoraphobie ist die Angst vor Situationen, in denen Betroffene sich hilflos, überfordert oder eingeengt fühlen und eine Flucht in eine sichere Umgebung nur schwer möglich erscheint (beispielsweise Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkäufe in Supermärkten, Besuche von Veranstaltungen, etc).

Auch andere Erkrankungen gehen mit Ang

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