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In-vitro-Kinder erkranken häufiger
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Gen-Forscher: Klon-Kinder wären noch mehr gefährdet

London (pte, 17. Jan 2003 12:47) - Kinder, die durch künstliche Befruchtung gezeugt werden, erkranken nach Meinung internationaler Forscher eher an seltenen Krankheiten als "normal" gezeugte Kinder. Nicht nur genetisch bedingte Erkrankungen wie das Beckwith-Wiedemann Syndrom, sondern auch Krebs und andere Geburtsfehler treten häufiger bei In-vitro-Fertilisationen auf, berichten Wissenschaftler vom Babraham Institute http://www.babraham.ac.uk in Cambridge im britischen Journal of Medical Genetics http://jmg.bmjjournals.com .

Die Chance am seltenen Beckwith-Wiedemann-Syndrom zu erkranken, ist bei Kindern, die durch In-vitro-Fertilisation auf die Welt gekommen
sind, viermal höher als bei "normalen" Kindern. Bei einem geklonten Kind würde diese Rate noch höher liegen, meinen die Forscher, weil diese
Technik das Imprinting der Gene stört, die die Wachstumsaktivität im Mutterbauch kontrolliert. Das Beckwith-Wiedemann-Syndrom ist ein Großwuchssyndrom, das mit Fehlbildungen einhergeht und zu bestimmten Tumoren führt. Geburtsgewicht und Geburtsgröße sind erhöht und das Neugeborene leidet unter hervortretenden Augen und Eindellungen an den Ohren (Kerbenohren). In beiden Fällen, bei der In-vitro-Fertilisation und bei der intrazytoplasmatischen Spermien-Injektion, ist die Zahl der erkrankten Kinder höher.

"Im Falle eines Klons wäre die Fehlerquote noch höher", so Wolf Reik vom Brabraham Institute. "Denn die Chance einer Imprinting-Störung ist
ungleich höher als bei gezeugten Kindern", so Reik. Der Forscher glaubt, dass diese Imprinting-Fehler auch der Grund für die zahlreichen
Todesfälle beim Klonen von Lebewesen sind. In einer Studie, die die Wissenschaftler an Kindern, die an dem Syndrom leiden, durchgeführt
haben, kamen die Forscher zum Schluss, dass vier Prozent der Neugeborenen, die künstlich befruchtet wurden, an der seltenen Krankheit
litten. Am Syndrom erkranken etwa zwei bis fünf Kinder von 100.000.

Die Studie zeige nur deutlich, dass reproduktives Klonen eine gefährliche Angelegenheit sei, meinte der Nobelpreisträger Paul Nurse, CEO
der British Cancer Research. Clonaid, jenes Unternehmen, von der Raelianer-Sekte, das für die Klon-Babys verantwortlich ist, hatte bisher
jegliche Beweise der tatsächlichen Existenz von geklonten Kindern abgelehnt. Gründe dafür liegen in der strafrechtlichen Verantwortung des
Unternehmens, wie ein Gericht in Florida bereits angekündigt hatte

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