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Kinderklinik: Eigene Psychologin für Alk-Kinder
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Die Grazer Kinderklinik sucht Wege, die Zahl junger Alk-Leichen zu senken

Sie trinken immer früher, immer öfter - und immer mehr. Kinder und Jugendliche mit schwerer Alkoholvergiftung sind keine Seltenheit mehr,
gehören für die Ärzte an der Grazer Kinderklinik so gut wie zum Tagesgeschäft: 130 Fälle waren es im Jahr 2001, im vergangenen Jahr deutlich mehr (eine Bilanz wird in den nächsten Wochen vorgelegt).
Psychologin. Klinikvorstand Wilhelm Müller hat sogar schon eine Psychologin abgestellt, die sich fast nur mit den jungen Alkoholpatienten
beschäftigt. Sie soll die Gründe für das übermäßige Trinken der Kinder und Jugendlichen herausfinden - und Wege, sie davon wegzubringen.

Alkoholvergiftung. Manchmal könne eine Alkoholvergiftung auch ein "Unfall sein", oft sei aber auch ein Risikopotenzial für Sucht und Drogen zu entdecken, erklärt Müller. Und seine Psychologin Elisabeth Fandler ergänzt: "Teilweise steckt auch eine psychische Erkrankung dahinter, die so erst zutage tritt."

Idee. Die Idee, die hinter diesem Schwerpunkt steckt: Die Klinik soll nicht nur Ausnüchterungszelle sein. Von der medizinischen Versorgung her kann der Patient sehr bald wieder nach Hause. Nun bekommt er aber nicht mehr nur ein paar Infusionen. "Wir wollen schon mehr wissen als nur den Blutalkohol-Wert", so Fandler. Die Fakten sammelt sie in Gesprächen mit den Kindern und Jugendlichen und mit zumindest einem Elternteil - immer auf der Suche nach Informationen, etwa nach Gemeinsamkeiten bei den Patienten oder in ihrem Umfeld.

Gebremst. So will die Grazer Kinderklinik Wege ausloten, wie die Zunahme von jungen Alk-Leichen gebremst oder deren Zahl sogar wieder verringert werden kann. "Eben herausfinden, was wir dafür tun können", definieren Müller und Fandler ihr gemeinsames Ziel.

Fakten

Getrunken wird immer
Keine sehr großen Schwankungen gibt es über das Jahr verteilt bei der Zahl der in die Kinderklinik des LKH Graz eingelieferten jungen Alk-Leichen, sagt Psychologin Elisabeth Fandler. Im Sommer seien es die vielen Partys im Freien, bei denen Kinder und Jugendliche viel zu viel "erwischen", im Winter eben die Weihnachtszeit. Auch die Zeugnisverteilung scheint eine Rolle beim Trinken zu spielen. "Manchmal kommen die Patienten sozusagen noch mit dem Zeugnis in der Tasche zu uns", so Fandler

www.kleinezeitung.at


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