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Demnach bestand für das Leben des Mädchens keine akute Gefahr
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17-Jährige an Unterernährung gestorben

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Tot wurde eine 17-Jährige am Montag in ihrem Bett gefunden. Das Mädchen aus dem Bezirk Steyr-Land litt an einer Essstörung und wog zuletzt nur mehr 38 Kilo. Die Obduktion ergab, dass sie bereits zwei bis drei Tage tot in ihrem Bett gelegen sein muss.

Mädchen nahm ständig ab
Die Jugendliche hatte schon eine längere Leidenszeit hinter sich. Offenbar litt die 17-Jährige seit der Scheidung der Eltern unter einer Art Magersucht. Die ganze Familie, Mutter und vier Brüder, ernährte sich biologisch, doch während es allen anderen dabei bestens ging, nahm das Mädchen ständig ab.

Keine "Ernährungsbesorgnis"
Im Zuge der Erziehungsberatung nach der Scheidung kümmerte sich auch die Jugendfürsorge des Bezirks Steyr-Land um den Fall des Mädchens. Laut Bezirkshauptmann Hans Zeller untersuchten mehrere Ärzte die 17-Jährige. Nach einer Blutabnahme durch einen Arzt aus dem Bezirk Steyr-Land wurde keine "Ernährungsbesorgnis" gesehen, so der Bezirkshauptmann.

Behörde drängt auf Krankenhausaufenthalt
Demnach bestand für das Leben des Mädchens keine akute Gefahr. Die Behörde drängte dennoch auf einen stationären Krankenhaus-Aufenthalt, um die Ursachen für die Gewichtsabnahme genauer zu erforschen. Zuletzt wog die 17-jährige bei einer Körpergröße von 1,55 nur mehr 38 Kilogramm. Mutter und Tochter ließen allerdings mehrere Termine ungenutzt verstreichen, erklärt Bezirkshauptmann Zeller: "Am 11. Mai war dann die Jugendwohlfahrt mit dem zuständigen Richter des Landesgerichtes Steyr im Haus der Familie."

Der Richter konnte die Bedenken der Mutter gegenüber der Schulmedizin dann offenbar teilweise zerstreuen. Die Frau willigte ein, ihre Tochter ins Krankenhaus nach Steyr zu bringen, sobald dort ein Bett frei wäre. Doch noch bevor es soweit kommen konnte, starb das Mädchen.

Organversagen durch Unterernährung
Als Todesursache stellten die medizinischen Sachverständigen bei einer Dienstagnachmittag durchgeführten Obduktion allgemeines Organversagen durch Unterernährung fest. Die Jugendliche hatte offensichtlich an einer Essstörung gelitten, sagte der Leiter des zuständigen Jugendamtes. Zudem ergab die Obduktion, dass die 17-Jährige bereits einige Tage tot in ihrem Bett gelegen sein muss, so Sicherheitsdirektor Alois Lißl.


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