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Die Beweise, wie einschneidend Hormone wirken und so Unterschiede erzeugen, liegen sozusagen auf der Hand. Schließlich seien Messungen nicht durch Ideologie zu entkräften.
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Neuro-Hormone mit klingenden Beinamen

Das Buch beginnt mit der Aufzählung der wichtigsten Neuro-Hormone, alle versehen mit klingenden Beinamen: Östrogen wird dabei zur "Königin", Testosteron zum "gewalttätigen Verführer" und Oxytocin zum "kuscheligen, schnurrenden Kätzchen".

Sie alle bestimmen, was das Gehirn tut und steuern laut Brizendine so das gesamte Sozialverhalten des Individuums.


Zusammenspiel von Gehirn und Hormonen Mit den Wechselwirkungen zwischen Gehirn und Hormonen beschäftigt sich der relativ junge Zweig der Neuroendokrinologie. Demnach regulieren neuroendokrine Systeme sämtliche körperlichen Vorgänge: vom Stoffwechsel, über Blutdruck und Gesundheit bis zur Gemütslage. Die differenzierende Wirkung von Geschlechtshormonen hat in der Folge auch in der Medizin zu einer geschlechtsspezifischen Krankheitsforschung geführt, welche jahrelang vernachlässigt wurde.


Die Beweise, wie einschneidend Hormone wirken und so Unterschiede erzeugen, liegen sozusagen auf der Hand. Schließlich seien Messungen nicht durch Ideologie zu entkräften.

Neuro-Beweise für "weibliche Geschwätzigkeit"?

Dass Frauen "geschwätzig" sind, ist ein gängiges Klischee. Die Neurobiologin und selbst ernannte Feministin Louann Brizendine behauptet, wissenschaftliche Erklärungen für dieses und ähnliche Stereotypen gefunden zu haben. "The Female Brain" heißt ihr Buch, das dieses Jahr in den Vereinigten Staaten erschienen ist. Dort wurde es bereits zum Bestseller und führte zu diversen medialen Kontroversen.


Brizendine hat zahlreiche Studien zusammen getragen, die eine Gehirndifferenz der Geschlechter untermauern sollen.

Ihre Hauptthese: Hormone prägen das weibliche Gehirn grundlegend und bestimmen so die weibliche Wirklichkeit. Sie habe das Buch - trotz politischer Unkorrektheit - vor allem für Frauen geschrieben, um sie auf ihre speziellen Fähigkeiten hinzuweisen, so Brizendine.


Louann Brizendine: The Female Brain. Morgan Road Books, 279 S. 22,30 Euro Mehr über das Buch


Wechselnde Vorstellungen von Geschlechtsunterschieden

Als man vor über 100 Jahren entdeckte, dass die Gehirne von Frauen um neun Prozent kleiner sind, schien die wissenschaftliche Welt endlich eine Erklärung dafür gefunden zu haben, warum Frauen einfach "kleinere Männer" oder weniger intelligent seien.

Später, in den 1970er tendierten Neurologen und Psychologen dazu, weibliches und männliches Gehirn als weitgehend identisch und beliebig formbar zu sehen.
In der damaligen Lehrmeinung entstehen Unterschiede vor allem durch kulturelle Prägung und Erziehung.

Feministinnen und Genderforschung bemühen sich seither, Geschlechterstereotypen aufzuweichen und die Rolle der Geschlechter - auch die der Männer - neu zu überdenken.

Neurologie lieferte neue Bio-Argumente

Aber seit den 1990er mischen sich erneut biologische Argumente in die Geschlechterdebatte. Nicht zuletzt die Neurologie und ihre verbesserten Mess- und Untersuchungsmethoden sind dafür verantwortlich.

Der ständig wachsende Wissenschaftszweig versucht, wenn möglich, das gesamte menschliche Verhalten mittels Gehirn-Scans lesbar zu machen.

Dabei wagt sie sich immer weiter in den Bereich höherer Gehirnfunktionen vor und drängt damit die Psychologie mit ihren modellhaften Ansätzen zunehmend in den Hintergrund, wie nicht zuletzt die Diskussion über den freien Willen zeigte.

Warum Hirnforscher am freien Willen zweifeln (22.11.04)

Gehirnbilder als Beweise

Auch die Neurobiologin Brizendine nennt die neuen Bild gebenden Verfahren, wie etwa die Magnetresonanzuntersuchungen, als wesentliche Quelle der neuen Einsichten in die Geschlechterdifferenzen.

Die Beweise, wie einschneidend Hormone wirken und so Unterschiede erzeugen, liegen sozusagen auf der Hand. Schließlich seien Messungen nicht durch Ideologie zu entkräften.

Frauenhirn als "Kommunikationsmaschine"

Laut Brizendine ermöglichen die neuen Methoden Einblicke in das menschliche Wesen. So haben Frauen - deutlich sichtbar - um etwa elf Prozent mehr Neuronen in jenen Gehirnregionen, die für Sprache und Hören zuständig sind.

Glaubt man der Autorin, markiert die Kommunikationsfähigkeit auch den wesentlichsten Unterschied zwischen den Geschlechtern. Das weibliche Gehirn sei eine echte "Kommunikationsmaschine".

Neuro-Hormone mit klingenden Beinamen

Das Buch beginnt mit der Aufzählung der wichtigsten Neuro-Hormone, alle versehen mit klingenden Beinamen: Östrogen wird dabei zur "Königin", Testosteron zum "gewalttätigen Verführer" und Oxytocin zum "kuscheligen, schnurrenden Kätzchen".

Sie alle bestimmen, was das Gehirn tut und steuern laut Brizendine so das gesamte Sozialverhalten des Individuums.


Zusammenspiel von Gehirn und Hormonen
Mit den Wechselwirkungen zwischen Gehirn und Hormonen beschäftigt sich der relativ junge Zweig der Neuroendokrinologie. Demnach regulieren neuroendokrine Systeme sämtliche körperlichen Vorgänge: vom Stoffwechsel, über Blutdruck und Gesundheit bis zur Gemütslage. Die differenzierende Wirkung von Geschlechtshormonen hat in der Folge auch in der Medizin zu einer geschlechtsspezifischen Krankheitsforschung geführt, welche jahrelang vernachlässigt wurde.
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