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Familiengröße: Qualität wichtiger als Quantität
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So werden Studien fehlinterpretiert, da sie eine gesellschaftliche Situation rechtfertigen wollen.

Wie stehen dazu Maria Theresias 16 Kinder?

Oder das Faktum, das bei den Schimpansen eine Mutter nur von geschlechtsreife zu geschlechtsreife das nächste Kind bekommt und nicht wie bei den Menschen die Kinder in einem Aufwaschen bekommen und dann Eier und Spermen wegspülen etc.

Schimpansen haben daher keinen Wechsel und die ältesten Weibchen sind am begehrtesten, da auch diese Nachkommen bekommen.

Der Wechsel ist das Absterben weiblicher Geschlechtsorgane wegen nicht Nutzung.

http://science.orf.at/science/news/146634

Familiengröße: Qualität wichtiger als Quantität Evolutionsbiologen betrachten Fortpflanzung v.a. unter dem Aspekt der "Fitness" aller Beteiligten - auch bei Menschen. Laut einer neuen Studie geht ebenso bei ihnen Qualität vor Quantität.


Viele Kinder zu bekommen ist so betrachtet nicht unbedingt ein evolutionärer Vorteil, schließen Dustin Penn vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und sein Forscherkollege Ken R. Smith von der University of Utah.

In ihrer Studie zeigen sie, dass eine hohe Anzahl an Nachkommen sowohl die Überlebenschancen der Eltern - vor allem der Mütter - als auch die evolutionäre Fitness der Nachkommen verringert.


Die Studie "Differential fitness costs of reproduction between the sexes" ist in den "Proceedings of the National Academy of Sciences"(PNAS) erschienen (26.12.06; doi: 10.1073/pnas.0609301103). Die Studie (sobald online)

"Evolutionäre Kosten" ...

Das Austragen und Aufziehen von Nachwuchs gilt in der Evolutionsbiologie als Kostenfaktor. Bei vielen Arten sind die Kosten der Strategie, möglichst viel Junge zu zeugen und zu ernähren, zu "hoch" für die Gesamtfitness eines Individuums.

Ob man diese Fitnesskosten auch auf die menschliche Fortpflanzung übertragen kann, ist umstritten.

... mit Bevölkerungsdatenbank untersucht

Genau das haben Dustin Penn und Ken Smith nun getan. Dazu werteten sie eine Bevölkerungsdatenbank aus dem vorindustriellen Nordamerika aus: die Utah Population Database mit über 21.000 Elternpaaren, die zwischen 1860 und 1895 geheiratet hatten und oft mehr als sieben Kinder bekamen.

Bei vielen Kindern werden Mütter nicht alt


Die beiden Forscher fanden heraus, dass Eltern mit zunehmender Kinderzahl signifikant früher als Vergleichspaare starben und dass vor allem die Mütter großer Familien ein deutlich größeres Risiko hatten, kein hohes Alter zu erreichen.

Den Studienergebnissen zufolge waren die Konsequenzen für die Nachkommen, die die Mutter verloren hatten, gravierender, als für solche, die ohne Vater aufwuchsen.

Halbwaisen hatten es unter den damaligen Lebensumständen schwerer, zu überleben und später selbst eine große Familie zu gründen.

Letztgeborene haben es am schwersten


Die Auswertung der Daten aus Utah zeigte weiters, dass letztgeborene Kinder mit zahlreichen älteren Geschwistern im Durchschnitt geringere Überlebenschancen hatten.

Die Forscher sind überzeugt, dass ihre Ergebnisse dazu beitragen, die Eigenheiten der menschlichen Reproduktion besser zu verstehen - auch wenn es sich hier um Zusammenhänge handle und nichts über Ursache und Wirkung aussage.

Bei Kontrolle der Fortpflanzung weniger Kinder

"Wir können uns jetzt besser erklären, warum Frauen im Allgemeinen weniger Kinder bekommen, wenn sie - meist über den besseren Zugang zu Bildung und Verhütungsmitteln - ihre Reproduktion selbst kontrollieren können. Sie bezahlen eine hohe Kinderzahl ja mit ihrer Lebenserwartung. In diesem Sinne erscheint auch die Menopause als ein evolutionärer Vorteil für Frauen", erklärte Penn in einer Aussendung der ÖAW.

[science.ORF.at, 26.12.06]

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