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Soll man es sagen?!?!?!
Fragebogen/Test/Rat !!!

Schöner morgen, Feiertag, ich betrete ein Stammcafe. An der Theke, auf einem Barhocker sitzt eine junge Frau, die dort oft Dienst macht.

Ihre schwarze Hose ist heruntergerutscht und das Dreieck ihres hellblauen Tangas mit den beiden Strings rechts und links davon sehen heraus.

Das schaut, wie auch die immer wieder, bei herunterrutschenden Hosen, zu sehenden Strings der Stringtangas, nicht erotisch, nicht herzig, nicht modisch noch weniger absichtlich aus.


Eine Studentin, die heute in diesem Cafe Dienst macht kommt dazu, ich deute refllexartig hin und sage aber abrupt: "einen extrem kurzen Schwarzen". Obwohl sie aus meinen fast täglichen Bestellungen weiss, dass ich damit einen kurzen Restreto meine, versteht sie mich diesmal nicht. Ich wiederhole meine Bestellung, sie erwidert "ich dachte sie meinten" und blickt auf den verlängerte Rücken der Kollegin. Ich gehe in den Gastgarten und setze mich hin.

Neben mir zwei junge Frauen mit wunderschönen blonden Haaren, das was sie reden das übliche Jammertal.

Als mir der Cafe gebracht wird, frage ich, ob ich etwas hätte sagen sollen, sie antwortete "nein, das ist doch nichts schlimmes.", "Sagen sie ihr was?" meine nächste Frage, "nein" ihre Antwort.

Das Gespräch der beiden echt Blonden neben mir, Lola der blonde, hochträchtige Hund meines Sohnes liegt auf der anderen Seite in der Sonne, bewegt sich von wie man das erstverdiente Geld für Fetzen und Schuhe ausgibt, wie sinnvoll das ist, denn man könnte ja überfahren werden und dann hätte man vom Ersparten auch nichts, so als gebe es nur diese beiden Alternativen, bis zu, beide waren knapp 20, dass es wohl noch Jahre dauert bis Thomas, wer immer das ist, die eine heiratet, so als wäre es das ultimative Lebensgefühl, der Jackpot einer Frau geheiratet zu werden.

Ich genieße die Sonne, unterlasse mich bildend das Magazin "In Style" zu lesen, Tageszeitungen gibt es an diesem Ostermontag, zweiter Feiertag, keine, höre einerseits beklemmt zu und denke andererseits nach.

Es lässt mir keine Ruhe, denn entscheiden könnte das eigentlich nur die Betroffene. Aus vorhergehenden Erlebnissen mit dieser weiss ich, dass das nur daneben gehen kann, dennoch gehe ich wieder hinein, denn ich will es wissen.

Frage, ob ich etwas fragen darf, "Ja" aber die Miene verfinstert sich, "sind
sie schlecht aufgelegt?" meine gut gemeinte aber wenig gelungene Reaktion. Ich will von meinem Vorhaben schon wieder abgehen, da kommt das "Nein".

"Soll eine Freundin sagen, dass die Unterhose herausschaut"? die Miene verfinstert sich zu einem schneidenden Gewitter "Sie nicht", "Nicht ich, eine Freundin?", versuche ich die Situation zu retten, was schon überhaupt nicht gelingt. "Ob sie dies ihrer Freundin sagen sollen ist mir egal"; "Ich meinte soll eine Freundin einer Freundin das sagen", wiederholend was ich von Anfang an meinte, "ja", die knappe Antwort, mir war es dabei heiss und unwohl geworden, dankte und verabschiedete mich so freundlich ich konnte, zahlte, gab aus Verlegenheit ein unüblich hohes Trinkgeld und fragte mich, warum ich das machte.

Ich wollte wissen und bin in ein Tretminenfeld geraten. Es ist verständlich, dass nicht gefragt und gesagt wird, denn die Situation ist, egal wie ehrlich man es meint unangenehm. Nur warum ist es unangenehm, ist es doch notwendig zum Überleben in einer Gemeinschaft.

Selbst sie die unangenehm reagierte, sagte die Freundin, Arbeitskollegin sollte dies sagen, aber niemand sagt es und wundert sich dann über unerklärliche Reaktionen.

Das entspricht dem häufigen Fall, die ganze Runde weiss, der Partner hat was mit jemandem anderen, nur der Partner weiss es nicht. Jeder redet, niemand sagt es weil man sich nicht einmischen will, weil man sich der unangenehmen Reaktion nicht stellen will, selbst passiert es einem mit dem eigenen Partner ja nicht und selbst wenn, dann ist man überzeugt, ihm würde man dies erzählen, und das Ergebnis ist die bekannte, allgemeine Respektlosigkeit.

Es geht dabei nicht darum, ob es gut ist treu oder nicht treu zu sein, ob es sinnvoll ist treu zu sein oder nicht, sondern wie offen, ehrlich und wechselseitig informativ man sein muss, um als Gesellschaft lebenswert zu leben statt zu vegetieren.


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