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Bulimie und Sexualität
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Bulimie ist eine Form, die Sexualität leben zu wollen, jedoch, auf Grund des von der Mutter vermittelten Sexualvorbildes, die Sexualität nicht ohne Schuldgefühle leben zu können.

Dies entsteht aus der Unfähigkeit, sich von der Mutter zu lösen; der Widerspruch, der zwischen der negativen Projektion der Mutter auf den Vater und den eigenen - auch positiven - Empfindungen zum Vater herrscht, ist kaum zu bewältigen.

Bulimie ist der positive Kampf um das Leben, Sexualität und Zuneigung.
Magersucht hingegen ist bereits die negative Entscheidung und Aufgabe.

Geschichte 1

32jährige Arztgattin mit 7jährigem Kind, Mutter Zahnarzthelferin, dann Hausfrau, dann wieder als Sekretärin berufstätig, Vater Betriebsleiter.

Mutter konnte wegen zu wenig Geld der Großeltern im Gegensatz zu den Geschwistern (Pädak) nur Zahnarzthelferin werden (ob dies objektiv stimmt, ist für das subjektive Empfinden und Weitergeben irrelevant, solange es nicht aufgeklärt worden ist).

Sie machte die AHS, wollte Genetik studieren, durfte dies durch die Eltern nicht, dies mit der Begründung: "Wenn du WU studierst und abbrichst, hast du wenigstens Buchhaltung." Hat WU abgebrochen, dann HAK-Kolleg gemacht, Kind bekommen, geheiratet. Mit Mann von Graz nach Bruck gezogen, da dies zentraler zu den obersteirischen Turnusstellen (Stationsarztstelle in Mürzzuschlag) liegt. Mann hat sie nie gefragt, ob es ihr beim Sex auch gefällt. Hat nie einen Orgasmus gehabt. Stellt sich vor, daß ein Harem, in dem sie die Hauptfrau ist und die Nebenfrauen den Sexualverkehr erledigen, keine schlechte Einrichtung wäre. Ihr kann der Sexualverkehr bis zum Lebensende gestohlen bleiben. Sie betreibt zuviel Körperertüchtigung. Wenn ihr in der Therapie aus diesem Grund das Laufen verboten wird, dann verbringt sie, in weitaus größerem Ausmaß, Zeit auf dem Hometrainer. Ihr Kind ist ganz anders als sie. Ihr ist es, mit einem Seitenhieb auf Verkäuferinnen etc., keine Befriedigung Hausfrau zu sein, da sie höhere Qualifikationen habe, hat Kosmetikausbildung versucht, hat stundenweise gearbeitet. Ist nunmehr, auf Grund von "Schwellungen", arbeitsunfähig. Trotz Ablehnung des Hausfrauendaseins kann und will sie nur Hausfrau sein, weil es nicht anders geht. Die Sexualität der Eltern ist, ihrer Meinung nach, durchaus nicht existent.

Geschichte 2

22jähriges Mädchen, arbeitet bei AT&S-Hinterberg, hat vier Halbgeschwister von drei verschiedenen Partnern der Mutter. Der Vater hat, als sie sieben Jahre alt war, die Mutter verlassen, weil der in die Türkei zurück mußte. Alle anderen Partner haben die Mutter ebenfalls verlassen. Schuld am Verlassenwerden ist nicht die Mutter. Ihre Beziehung zum Vater war stärker als die zur Mutter, deswegen bekam sie nach sieben Jahren Bulimie. Die Bulimikerin hatte zwei Freunde (4 bzw.2 Jahre lang), war jedoch seit einem Jahr vor dem Spitalsaufenthalt allein. Ursache für die Bulimie ist nicht die Mutter, sondern eher die Freunde. Die Mutter kann nicht die Ursache sein, da sie seit vier Jahren nicht mehr zu Hause wohnt. An Bulimie leidet sie aber tatsächlich schon seit 8 Jahren (Beginn liegt somit in der Pubertät).

Geschichte 3

23, Studentin kurz vor Abschluß des Studiums, seit Jahren keine Bulimie mehr durch Gesprächshilfe einer Freundin. Die Mutter hat zwei Kinder aus einer Vorbeziehung. Auf Grund eines gewalttätigen Mannes, hat sie diese jedoch zurückgelassen. Die Tochter aus dieser Vorehe kam mit 21 wieder zur Mutter. Die Betreffende war damals ca. 17 Jahre alt. Der Vater hatte immer Verständnis für diese Vorgangsweise der Mutter, hat auch ein gutes Verhältnis zu dieser Tochter aus der Vorehe und deren nunmehrigen Kindern. Der Sohn hat Kontakt zur Mutter, lehnt diese jedoch ab. Die Mutter war bis zum 15. Lebensjahr der Betreffenden Hausfrau. Der Vater verbrachte und verbringt seine Freizeit am Sportplatz. Ihre Eltern schlafen, seit dies räumlich möglich ist, in getrennten Schlafzimmern und das Nichtfunktionieren des Sexualverkehrs ist offenkundig. Und eine jüngere Schwester, deren Ablehnung einerseits eindeutig und trotz des geringeren Kontaktes, die Beziehung zu Mutter enger und die Solidarisierung mit derselben gegen den Vater intensiv ist. Der Vater ist schuld, durch seine Ignoranz, Belächeln der Mutter etc.in der Familie. Mit 16 erster Sexualkontakt, der nicht das ergab, was erhofft war, weshalb die Beziehung, aus ihrer Sicht, sich totlief und weil sie nichts mehr davon wollte, auch endete. Die nächste Beziehung, die sexuell auch nicht mehr erbrachte, wurde vom Freund aufgelöst und war der Auslöser für die Bulimie. Die Tochter hatte bisher Mitleid mit der Mutter, kein Verständnis für den Vater, die bessere Beziehung zum Vater als die Schwester, ist, trotz scheinbar nicht so enger Beziehung zur Mutter, in offenerem und weniger aggressivem, aber auch ins überherzliche umschlagenden, Kontakt zur Mutter, als die Schwester. Seither mehrere Partnerschaften mit Sexualverkehr aus Liebe, ohne Orgasmus. Sie hat das Bedürfnis, die Sexualität auszuleben, dann tatsächlich ergriffen und Befriedigung/Orgasmus bei jedem einzelnen Sexualverkehr erlebt. Die Unsicherheit, ob sie bei zukünftigen Partnern in der Lage sein wird, diese anzuleiten und Befriedigung zu bekommen und sich nicht wieder mit Defizit abzufinden, ist immer noch Präsent. Die Eltern wissen bis heute nichts von der, vorangegangenen, Bulimie. Während sie an Bulimie litt, betrieb sie Sport, aber nicht kontinuierlich, sondern entweder extrem wenig oder geradezu exzessiv. Wurde sie auf ihr gestörtes Eßverhalten angesprochen reagierte sie aggressiv, blockte ab und versuchte, sich von den anderen zurückzuziehen.

Geschichte 4

Jungakademikerin, 26, Vater Akademiker, Mutter Akademikerin, Mittlere von drei Schwestern. Die jüngere Schwester war magersüchtig, diese mit einer einzigen, nicht funktionierenden Sexualbeziehung. (Das Bewußtsein um dieses Nichtfunktionieren hatte sie deshalb, weil die Schwester von ihren eigenen Orgasmuserlebnissen berichtete. Hoffnungsvolles Zitat am Beginn dieser Sexualbeziehung, allerdings auch Vermittlung der Sexualität durch die Mutter: "Durch die Mutter wußte ich gar nicht, daß Sex etwas schönes sein kann.") Die ältere Schwester, Absolventin eines einfacheren Studiums, jobbt herum, ist in einer Beziehung, die den Partner nicht fördert. Die Eltern haben getrennte Schlafzimmer, weil die Mutter den Sexualverkehr mit dem Vater verweigert. Die Mutter erklärt, daß daran Handlungen, Benehmen etc. des Vaters schuld wären. Der Vater hat eine Freundin, heimlich, doch de facto weiß es jeder. Die Rivalität in Bezug auf den Vater ist daher mit der Freundin statt mit der Mutter entstanden. Auslöser für die Bulimie war nicht die, unmittelbar vorausgehende Anorexie der Schwester, sondern das Verlassenwerden, damit ist das ein Spiegel der elterlichen Situation, durch den damaligen, noch ohne Sexualverkehr, Freund. Die erste sexuelle Beziehung hatte sie zu einem Sohn einer befreundeten Familie. Die Folge war Ablehnung dieser Beziehung durch die eigenen Eltern, trotz guter Beziehung des Vaters zum Freund. Auch von der anderen Seite gab es Ablehnung der Beziehung als zu geringwertig durch den, sich für etwas besonderes haltenden, Vater des Freundes, der in zwar reichen aber desolaten Fam

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